
ÜBER KOLYSKA
Kolyska (vormals Tomorrow’s Smile) ist ein eigenständiges Engagement des 2025 gegründeten, gemeinnützigen Schweizer Vereins namens «Mythodrama» mit Sitz in Zürich.
Unsere Psychologinnen in der Ukraine begleiten Kinder in der Ukraine therapeutisch in
Gruppen. Dabei wenden sie die von Allan Guggenbühl entwickelte Methode Mythodrama an. Kolyska unterstützt die Psychologinnen moralisch, fachlich und materiell.
Das Team in der Schweiz steht im wöchentlichen Kontakt mit ihnen. Kolyska heisst auf Ukrainisch Geborgenheit. Es ist der Titel eines Wiegenlieds und steht für die Ruhe und den Trost, den die Kinder in den Gruppentherapien finden.
UNSER PROJEKT
Der Angriffskrieg in der Ukraine hinterlässt nicht nur Betontrümmer, sondern auch tiefe emotionale Wunden. Kinder werden von Bildern ihrer Flucht und der Zerstörung ihres Zuhauses geplagt, viele trauern um Familienangehörige und weitere quält die Ungewissheit über das Schicksal von Schulfreunden.
Basierend auf der Mythodrama-Methode begleiten unsere Psychologinnen in der Ukraine therapeutisch in Gruppen von rund 10 Kindern. Die Kinder hören sich Geschichten rund um den Minenspürhund Patron an, die ihre eigene Situation widerspiegeln. Sie entwickeln diese Geschichten weiter und denken sich ihre eigene Fortsetzung aus. Auf diese Weise bewältigen sie persönliche Ängste und Belastungen und schöpfen Hoffnung für ihre Zukunft.
Je nach Sicherheitslage finden die Gruppensitzungen vor Ort oder online statt. Unser Verein unterstützt die Psychologinnen in der Ukraine in ihrer Arbeit moralisch, fachlich und materiell. Unser ehrenamtliches Team in der Schweiz steht im wöchentlichen Kontakt mit ihnen.
Unser Ziel: Die Kinder in der Ukraine stärken, ihnen dabei helfen, den Kriegsalltag zu bewältigen und ihnen ein Stück Kindheit bewahren.




SO WIRKT UNSERE ARBEIT
Diese Stimmen zeigen, was unsere Arbeit für Kinder bewirkt. Rückmeldungen von Eltern, Kindern und Psychologinnen erzählen von kleinen Schritten, mutigen Momenten und echter Veränderung.
Sichtbares Aufblühen
«Zu Beginn war da ein Junge mit Kapuze, der kein Wort sprach. Am Ende spielte er im Sand, zeigte sein Gesicht – und seine Mutter erzählte, dass er sich jetzt sogar gegen seine grosse Schwester behauptet. Ein schüchternes Mädchen wollte plötzlich ihre Stimme im Theaterstück einbringen. Andere Kinder wurden offener, ruhiger, selbstsicherer. Jedes Kind hat auf seine Weise gezeigt: Da ist etwas gewachsen.»
Yevhenia D., Psychologin, Gruppenleiterin
Neue Freunde gefunden
«Meine Tochter hat sich auf jede Gruppensitzung gefreut und wollte keine einzige verpassen. Dank der Therapiegruppen hat sie neue Freundschaften geschlossen. Sie hat ihre neuen Freunde seither immer wieder besucht.»
Anna, Mutter eines 13-jährigen Mädchens
Vertrauter, sicherer Ort
«Beim ersten Treffen waren die Kinder verunsichert. Sie hatten Probleme, sich mitzuteilen, sich zu öffnen, zu spielen. Einige waren verwirrt. Manche wollten nicht wiederkommen oder hatten Probleme zu glauben, dass wir unsere Versprechen halten würden. Ab dem zweiten Treffen veränderte sich das allmählich. Ab unserem dritten Treffen warteten die Kinder vor der Sitzung am Tor auf mich, viele umarmten mich. Die Gruppe wurde sich zu einem vertrauten, sicheren Ort für die Kinder. Sie öffneten ihre Herzen, schlossen Vertrauen in uns und begannen über ihre traumatischen Erlebnisse zu reden.»
Svitlana S., Gruppenleiterin
Weniger Angst, mehr Leichtigkeit
«Sasha kam immer gut gelaunt aus den Gruppensitzungen zurück. Plötzlich war er auch ausgeglichener und weniger ängstlich.»
Nataliia, Mutter eines 12-jährigen Jungen
Sichtbare Veränderung
«Ich erinnere mich an ein Mädchen, das sich anfangs immer hinter ihren Haaren versteckte und mit kaum hörbarer Stimme sprach. Beim letzten Treffen hatte sie ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden und begrüsste uns ruhig und selbstbewusst.»
Natalia O., Gruppenleiterin
Mehr Selbstvertrauen, neue Freundschaften
«Anfangs war mein Sohn skeptisch, aber schon nach dem ersten Treffen war klar: Er geht freiwillig und mit Begeisterung wieder hin! Die Kurse haben ihn ruhiger und offener gemacht – er hat neue Freunde gefunden und ist heute viel mutiger im Umgang mit anderen. Besonders berührt hat mich sein Satz: «Ich fühle mich dort sicher. Ich wünschte, es wäre in der Schule auch so.»
Mariia, Mutter eines 8-jährigen Jungen
Ein sicherer Raum, in dem Kinder ihre Gefühle ausdrücken können
«Für mich ist Mythodrama weit mehr als eine Methode. Es ist eine berührende Reise in die ganz eigene Welt der Kinder. Über Märchen, Symbole und gemeinsames Spiel entsteht ein Raum, in dem sich auch verschlossene Kinder öffnen. Hier fühlen sie sich sicher genug, um ihre tiefsten Gefühle zu zeigen.»
Larisa T., Praktikantin
Mit Ihrer Hilfe können unsere Psychologinnen in der Ukraine ihre Gruppentherapien für Kinder weiterführen.